Das Programm

Die Weine aus der Burgunder-Familie zählen nicht nur zu den gesuchtesten und wertvollsten Gewächsen der Welt, sondern auch zu den komplexesten und feinsinnigsten. Allein für Pinot Noir sind in Frankreich 47 unterschiedliche Klone mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften katalogisiert. Während der Anbau von König Riesling hierzulande auf hohem Niveau stagniert, nimmt er bei den Burgundersorten weiter zu. Gleichzeitig wächst ihre Fangemeinde stetig an. Klimaverschärfung, minimale Intervention bei der Weinbereitung, Wahl und Umgang beim Ausbau der Weine in Gebinden aus Eichenholz verschiedener Größen prägen den Stil der Weine. Der Burgunder, das ist ein ebenso heikles wie delikates Thema. HOTSPOT PINOT bringt die Familie an zwei Tagen an einem Ort und an vielen Tischen zusammen. Dort wird gemeinsam gestritten und gejubelt. Probiert und lamentiert. Gelauscht und kommentiert. Denn es ist an der Zeit, die Familie zusammenzuführen.

10.00 – 10.30 h REGISTRIERUNG
10.30 – 11.00 h ERÖFFNUNGSANSPRACHE
11.00 – 12.30 h KLONE VERSUS SELECTION MASALLE

Die enorme Vielfalt von Pinot-Klonen bietet den Winzern heute mannigfaltige Möglichkeiten beim Anbau dieser kapriziösen Sorte. Gleichzeitig vertrauen viele Winzer gerade im Spitzensegment allein den Reben aus eigener Vermehrung. Wo liegen die Unterschiede? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus der einen und der anderen Methode?

12.30 – 13.30 h LUNCH
13.30 – 15.00 h BURGUNDER: EINE MONASTISCHE SPURENSUCHE

Dass der Spätburgunder hierzulande Wurzeln geschlagen hat, ist nur vermutlich dem Orden der Zisterzienser zu verdanken. Denn zu dieser Zeit wurde lediglich in weißen und roten Sorten unterschieden. Namen gab es nicht. Doch mit jeder Neugründung eines Klosters kam auch das Weinwissen an diesen Ort. Und auf diesem Weg nicht nur in den Rheingau, sondern auch nach Baden.

Dr. Daniel Deckers
Lehrbeauftragter für Geschichte des Weinbaus und Weinhandels
Autor des 2017 erschienen Buches „Wein – Geschichte und Genuss“ (C.H. Beck)

KAFFEEPAUSE
15.30 – 17.00 h PYROTECHNIK ODER POPCORN

Ist das unvergleichliche Zündholzaroma eines Coche-Dury zum Vorbild vieler Spitzenerzeuger auch in Deutschland geworden? Mancherorts versucht man sich an einem oxidativen Stil à la Jura. Der letzte Schrei beim Chardonnay: Popcorn. Das Abschlusstasting ist eine Reise durch die aktuellen Stile und Mittel bei den weißen Burgundern, wobei das Hauptaugenmerk auf Chardonnay liegt. Anhand herausragender Gewächse erklären die Winzer die Hintergründe dieser aromatischen Ausprägungen.

Hermann Mengler – Dipl. Ing. Oenologie

KAFFEEPAUSE
17.30 – 18.15 h VERTICAL 33 – PINOT NOIR IM LIBANON

George Cortas, Eid Azar und Joseph Gnossein sind Freunde. Ihre Heimat ist der Libanon. Kennengelernt haben sie sich während ihrer Zeit in den USA. Was ihre Freundschaft vertiefte, war die Liebe zum Pinot Noir. Im Hochland des Bekaa-Tals kauften sie Land und die Expertise von Yves Confuron, der sie bis heute auf ihrem Weg begleitet. Und der heißt Pinot Noir, den sie auf verschiedenen Höhen pflanzten. Die höchste Parzelle liegt auf 1600 Metern. Ein Erfahrungsbericht.

ab 19.00 DAS DINNER

 

09.00 – 11.00 h GENOSSENSCHAFTEN IM WANDEL

Wie sieht die Zukunft der Genossenschaften aus? Demographischer Wandel, starre Strukturen und ein preisempfindliches Konsumentenverhalten machen es den Genossen zunehmend schwerer, sich am Markt erfolgreich zu behaupten. Dass es auch anders geht, beweisen derweil diverse Genossenschaften in Südtirol. Wie man das geschafft hat, berichten die einen, und wie man sich der Zukunft stellen will, erzählen die anderen. Austausch und Tasting einer Auswahl genossenschaftlicher Spitzengewächse.

Sascha Speicher
Stellv. Chefredaktion Weinwirtschaft

KAFFEEPAUSE
11.30 – 13.00 h BIODYNAMIE UND BURGUNDER

Längst hat die biodynamische Landwirtschaft auch im Weinbau Einzug gehalten. Etliche Mysterien ranken um diese Arbeitsweise, die zudem bei pilzempfindlichen Sorten wie den Burgundern nicht ohne Risiken ist. Trotzdem wächst die Anhängerschaft unter den Winzern stetig. Welche Vorteile hat diese Methode, welche Gefahren birgt sie? Und lässt sie sich am Ende gar herausschmecken?

Moderator: Martin Kössler

LUNCH
14.00 – 15.30 h DIE NEUE ALTE WELT

Wein aus der sogenannten „Neuen Welt“ haftet noch immer das Klischee an, sie seien durchweg zu fett, zu alkoholisch und/oder zu plakativ toastwürzig. Dass diese Pauschalisierung längst nicht mehr gilt, soll ein Tasting mit Burgundern aus Europa und der „Neuen Welt“ zeigen. Lassen wir die Weine sprechen.

Caro Maurer MW
Frank Kämmer MS

 

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Teilnahmegebühr (inkl. aller Workshops, Verpflegung, Dinner): 450 €

Diese zweitägige Veranstaltung ist ausschließlich für Fachpublikum, die Teilnehmerzahl ist limitiert.

 

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